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Ich klage es dir

Herr, ich werde sehr geschlagen. Sie drohen mir. Sie reden über mich. Hinter meinem Rücken hecken sie Pläne aus. Gegen mich.

Aber ich weiß, du bist meine Rettung, mein Schild und mein Schirm. Du allein bist der Fels, auf dem ich sicher wohne. Bin ich bei dir, dann ist deine Kraft um mich herum. Du schützt mich, dass ich sicher lebe. Ich lebe vor dir. Danke, Herr, dafür.

Amen.

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Was für ein Tag!

Herr, was für ein Tag!

Voller Staunen steht ich vor dir. Es ist  herrlich, dein Kind zu sein. Zu leben und zu atmen. Für dich!

Ich preise dich für die Sonne am Himmel und die Wolken, die vorbeiziehen. Ich lobe dich für die Macht deiner Stärke, die mich aufrichtet und mir Mut macht. Ich lobe dich für diesen Neubeginn des Tages und die Fülle deiner Gnade. Herr, du bist wunderbar und einzigartig! Du bleibst immer derselbe, treu, voller Liebe, voller Gnade. Doch mich machst du immer wieder neu. Ich danke dir!

Amen.

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Katastrophe

Herr, der Boden schwankt unter meinen Füßen. Nichts ist mehr da, wo es gestern noch war. Alles ist verrückt.

Auch ich. Wer bin ich jetzt? Wo soll ich hin? Was bedeutet noch etwas? Und wie geht mein Leben weiter?

Häuser sind eingestürzt. Bäume entwurzelt. Menschen tot.

Wo ich auch hinschaue. Alles ist anders. Und ich will es so nicht!

Ich will leben. Rette mich.

Mache meine Füße fest. Mach alles wieder gut.

Amen.

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Herbstlaub

Herr,

die Blätter fallen von den Bäumen. Sanft rutschen sie von den Zweigen ab, kreiseln der Erde zu. Lass auch mich immer wieder wie diese Blätter in deine Hände gleiten. Halte mich und fang mich auf, wenn ich falle.

Amen.

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Sommer

Herr, es ist unglaublich, dass Du Deine Sonne scheinen lässt, um mir und uns wohl zu tun, obwohl wir so oft gar nicht an dich denken. Danke, dass Dein Licht meine Seele und meinen Geist erhellt. Danke für Deine Wärme, die uns gut tut. Danke, dass wir Deine Schöpfung genießen können – Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, die farbige Natur nach dem Versprechen der Knospen des Frühlings.Danke Herr, dass die Tage dieses Sommers mit uns gehen, wenn es wieder Herbst und Winter werden wird.Amen

Heinz-Martin Adler

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Näher zu Dir

Herr, wir waren auf dem Mond und schauen uns die Sterne mit dem Fernrohr wie aus nächster Nähe an. Aber sind wir dadurch dir tatsächlich einen Schritt näher gekommen?

Wir reißen Löcher in den Himmel und setzen Satelliten hinein. Sie funken Tag und Nacht zu uns hinunter. Aber hören darum mehr und besser auf dich?

Herr, wir sind schneller als der Schall und stärker als die Atome. Aber vor dir verkriechen wir uns trotzdem in die hinterste Ecke. Warum meiden wir den Kontakt?

Öffne uns Mund und Ohren. Damit wir dich hören und dir antworten, wenn du uns in deiner Liebe begegnest und mit uns sprichst.

Amen.

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Frühlingsgefühle

Herr,

es ist Frühling! Ich spüre die erste Wärme. Sie sinkt ein in meine Haut. Ich danke dir für die Frische neuen Lebens! Ich sehe die ersten Blumen. Das erste Leuchten der Knosben. Ich freue mich! Danke, dass ich leben darf. Hier und heute. Danke, für jeden Atemzug. Danke, für die Bewegung. Danke!

Es ist Frühling und auch ich lebe auf!

Amen.

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Hilf mir beim Sterben

Herr, hilf mir beim Sterben. Es ist soweit. Hilf mir zu gehen. Hinein zu Dir. Hilf mir, loszulassen, was ich noch halte. Hilf mir, Abschied zu nehmen von meinem Leben.

Hilf meinen Lieben, mich gehen zu lassen. Hilf ihnen hinüber, durch die Trauer. Hilf, ihnen beim Leben ohne mich. Hilf, Herr, beim Sterben ihnen und mir.

Amen.

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Der du, Gott, die Zeit in Händen hast

1. Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

2. Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

3. Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.

4. Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.

5. Und diese Gaben, Herr, allein
laß Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

6. Der du allein der Ewge heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

Text: Jochen Klepper 1938
Melodie: Siegfried Reda 1960

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Prost Neujahr!

Gott, ein neues Jahr hat begonnen. Ich bin gespannt, was alles kommen wird. Wie wird es sein? Dieses neue Jahr?
So vieles ist unklar, so vieles unbekannt. Es ist spannend, in diese neue Zeit zu starten. Und gleichzeitig habe ich ein mulmiges Gefühl. Werde ich allen Anforderungen gewachsen sein? Wird es ein gutes Jahr werden? Werde ich deinen Segen spüren und erkennen?
Hilf mir, Herr. Segne mich bitte! Und mache dieses Jahr für mich einem Jahr mit Dir.

Amen.